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Trüffelsuche mit Sally

Piemont, Italien

Tuber Magnatum Pico, der weiße Albatrüffel, war unser Objekt der Begierde, als wir Ende Oktober ins Piemont fuhren. Wir wollten die Spannung erleben, mit der jeden Herbst die Trüffelsucher dort die wertvollsten Knollen der Welt suchen.

Wir wanderten durch die noch vom Morgentau feuchten Wiesen und ließen Sally dabei nicht aus den Augen, denn sie ist die wahre Heldin bei der Trüffelsuche, immer mit der Schnauze dicht am Boden. Sie schnüffelte und lief ohne Unterlass Duftspuren hinterher. Würde sie etwas finden? Mario war immer neben ihr, mit einer Art Spazierstock und gab Anweisungen: "Turnandre, Sally!"

 

Bei Fuß, in Piemonteser Dialekt. Normalerweise sind Trüffelsucher unsichtbare Menschen. Sie streifen nachts durch Gebüsch und Wäldchen, um andere Trüffelsucher nicht auf ihre Fundstellen aufmerksam zu machen. Nur für uns machten sie eine Ausnahme an diesem Vormittag. 

Steckbrief

Region

Piemont

Provinzen

cuneo und asti

Teamwork bei der Trüffelsuche

 

Erneut machten wir uns auf die Suche und folgten dem Spürhund. Seit ihren frühen Welpentagen wird Sally darauf trainiert, Trüffel zu finden, denn Trüffelhunde gehen schon mit zwei Jahren in Rente, da ihre Nase dann nicht mehr genügend sensibel ist. Es sind wertvolle Tiere, die gut bewacht und sicher aufgehoben werden. Mario und Sally jedenfalls sind ein gut eingespieltes Team, das sich offensichtlich mag. 

Auch ein zweites Mal wurden wir fündig. Sally war stolz und froh und wir bekamen Appetit. Insgesamt 55 Gramm weißes Gold konnten wir an diesem Tag mit nach Hause nehmen zum Hof der Abbracchios.

 

In der gemütlichen Küche bereitete uns eine original Piemonteser Köchin ein zweites Frühstück zu und wir hobelten großzügig hauchdünne Trüffelscheiben über Carpaccio, gekochte Salami vom Fassone Rind mit Käsecreme und hausgemachte Ravioli. Zum Dessert gab es die traditionelle Torta di nocciole, die Piemonteser Haselnusstorte, mit einem Glas Moscato dazu. Wir waren eine selige Runde Trüffelsucher.